Ressorts.
Sechs Felder, in denen wir kontinuierlich publizieren — von der Würzburger Residenz bis zum Schweinfurter Wälzlager.
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Architektur
Das Ressort, in dem wir die gebaute Kunstgeschichte Mainfrankens als architektonischen Gegenstand behandeln. Balthasar Neumanns Würzburger Residenz (1720–1744) als Hauptwerk der süddeutschen Spätbarock-Architektur, die Vierzehnheiligen-Wallfahrtskirche (1743–1772) mit ihrem genialen Rotunden-Grundriss, Tilman Riemenschneiders Werkstätten-Erbe als bildhauerische Tradition, die Schönborn-Familie als Bauherren des Mainfränkischen Kirchenbauwesens vor und nach Neumann. Auch der Sakralbau der Nachkriegszeit (1950er und 1960er) wird hier behandelt — als eigenständige architektonische Epoche mit eigenen formalen und liturgisch-räumlichen Konzepten.
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Wein
Das Ressort für die Fränkische Weinregion zwischen Würzburg, Kitzingen und Volkach. Die Silvaner-Tradition als Leitsorte der Region seit 1659 (urkundlich erwähnte Erstpflanzung durch das Zisterzienserkloster Ebrach), die Lagen am Würzburger Stein, an der Inneren Leiste, am Iphöfer Julius-Echter-Berg, am Escherndorfer Lump und am Volkacher Ratsherr, die Bocksbeutel-Flaschenform als geographisch geschütztes Markenzeichen seit der EU-Verordnung 1493/1999. Wir berichten aus Winzergenossenschaften (Würzburg, Iphofen, Sommerach) und über die Generationswechsel-Dynamik der unabhängigen Familienbetriebe.
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Region
Das Ressort für die mainfränkische Stadtgeschichte. Würzburg als ehemalige Fürstbischofsresidenz mit ihrer Residenz-Architektur und ihrer Bombennacht vom 16. März 1945; Schweinfurt als Industrie- und Bischofsstadt mit ihrer schwierigen Mehrfach-Identität zwischen Lutherischem Reichs-Erbe und katholischem Umland; Kitzingen mit seiner Mainschiffer-Tradition und seinem Distelhäuser-Bezug; Volkach mit der Mainschleife und der Vogelsburg; Iphofen mit seinem mittelalterlichen Stadtbild als geschlossenes Ensemble. Wir lesen die mainfränkische Topographie als ein Netz aus Klein- und Mittelstädten mit eigener Geschichte und eigenem Stadtraum.
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Industrie
Das Ressort für die industriegeschichtliche Dimension Mainfrankens, vor allem für das Schweinfurter Wälzlager-Cluster. Die Gründung von Fichtel & Sachs 1895 und ihre Bedeutung für die deutsche Zwei- und Vierradtechnik; SKF Deutschland als Tochter des schwedischen Konzerns mit Schweinfurter Werk seit 1911; Schaeffler-FAG als heute größter Arbeitgeber der Region mit über 17.000 Mitarbeitenden allein in Schweinfurt; der Strukturwandel seit den 1990er-Jahren im Spannungsfeld zwischen Automobil-Zuliefer-Tradition und Elektromobilitäts-Transformation. Industriegeschichte als historischer und gegenwärtiger Strukturzusammenhang.
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Landschaft
Das Ressort für die mainfränkische Landschaftsgeographie. Die Volkacher Mainschleife als geomorphologisch markante Mäander-Struktur, der Steigerwald als Naturpark mit alten Buchen-Beständen und Buchensaatfrohwald-Diskussionen seit den 2010er-Jahren, die Haßberge als Mittelgebirge mit eigener Verkarstungs-Geologie, der Spessart mit seinem Buchen-Eichen-Mischwald, der Main-Radweg als touristische Erschließungsachse. Geographie als Anker, an dem sich Geologie, Vegetationsökologie und Landschaftspflege gemeinsam diskutieren lassen.
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Geschichte
Das Ressort für die mainfränkische Geschichte zwischen Hochmittelalter und Gegenwart. Das Würzburger Hochstift (1168–1803) als das längste süddeutsche Fürstbistum mit seinen prägenden Bischöfen Julius Echter (1573–1617) und der Schönborn-Familie (1642–1746); der Deutsche Bauernkrieg 1525 mit der mainfränkischen Beteiligung; das säkularisierte 19. Jahrhundert und die Eingliederung ins Königreich Bayern 1814; die NS-Zeit mit den Industriestandorten Schweinfurt als Bombenziel der USAAF; die Nachkriegs-Bayrisierung und der mainfränkische Strukturwandel ab den 1960er-Jahren. Wir behandeln Geschichte als Quellen-arbeit, nicht als Heimat-Folklore.
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